A gyűjtemény
Somogyi-Bibliothek – Szeged
Die Stadt Szeged wurde am 12. März 1879 durch eine Hochwasserkatastrophe zerstört. Durch großzügige internationale Hilfsmaßnahmen konnte sie aber modern wiederaufgebaut werden. Die geistige Wiedergeburt der Stadt ist auf eine Schenkung zurückzuführen. Der Esztergomer Domherr Károly SOMOGYI (1811-1888) übereignete der Stadt seine wissenschaftlich außerordentlich wertvolle Bibliothek von 43701 Bänden für die Entwicklung von Bildung und Wissenschaft. Der Bücherbestand erfasst die Literatur aller Wissenschaftsdisziplinen und die Bibliothek sollte nach der Vorstellung des Stifters die Voraussetzung einer später in Szeged zu gründenden Universität sein. Am 16. Oktober 1883 wurde die Somogyi-Bibliothek eröffnet. Von 1897-1984 befand sie sich im heutigen Stadtmuseum.
Am 6. Juni 1984 wurde das neue Gebäude der Bibliothek eingeweiht, wo die Leser auf einer Gesamtfläche von ca. 6500 m2 die Dienstleistungen täglich 9.00-19.00 (donnerstags 13.00-19, samstags 10.00-16.00) Uhr in Anspruch nehmen können.
Der Gesamtbestand umfasst 880 000 Dokumente, die Zahl der verschiedenen Zeitschriften ist 600. Die Mehrheit des Bibliothekbestandes ist schon auch in der elektronischen Datenbank zu finden, der online 24 Stunden zur Verfügung steht.
Die Bibliothek verfügt noch über mehr als 13 Außenstellen im Stadtgebiet. Seit 1973 fungiert sie als Leitstelle des Bezirks-Bibliotheknetzes.
Die öffentlichen Bildungsaufgaben der Bibliothek verteilen sich auf vier Etagen des neuen Gebäudes.
Im Parterre befindet sich die Kinderbibliothek, wo sowohl Bücher als auch audio-visuelle Lehrmittel für die jungen Leser zwischen 6 und 14 Jahren untergebracht sind.
In der ersten Etage befinden sich die gesamte künstlerische Literatur, Bücher aller Kunstgattungen, die Notensammlung, eine Schallplattensammlung und eine große Sammlung von audio-visuellen Dokumenten. Im Lesesaal werden Ausstellungen der bildenden Kunst und klassische Konzerte unter Mitwirkung von Szegeder Künstlern und Interpreten veranstaltet.
Die Leser haben in dieser Etage freien Zugang zu den Zeitschriften des laufenden Jahres, die allerdings nicht ausgeliehen werden können.
Den Gästen steht auch ein angenehm eingerichteter Computerraum mit Internetzugang zur Verfügung.
In der zweiten Etage warten 130 000 Bücher auf ihre Leser, Belletristik und populärwissenschaftliche Literatur, die direkt vom Regal ausgewählt werden können. Kell: > Eine reiche, deutschsprachige moderne Literatur erwartet hier auch auf die Leser – auch dank der Unterstützung des Goethe Instituts.
In der dritten Etage sind Leseräume für wissenschaftliche Belange, sowie die Forschungs- und Informationsabteilung. Hier findet man die Kataloge und die Sonderkollektionen der Bibliothek. In den Lesesälen können die Leser den Stammbestand des Magazins in die Hand bekommen, der zusammen mit den alten Zeitschriften nicht auszuleihen ist.
Auch das Material der Sonderkollektionen kann nur an Ort und Stelle eingesehen werden.
Die Sonderkollektionen
Handschriften-Sammlung – in erster Linie jene Briefe und Handschriften aus dem 20. Jahrhundert, die die Szegeder Literatur-Szene betreffen. Von besonderem Belang ist die Hinterlassenschaft des bedeutenden Szegeder Dichters Gyula Juhász.
Historische Somogyi-Sammlung
Dieser Teil, mit den alten Möbeln der Bibliothek eingerichtet, beherbergt nur einen Teil der Stiftung. Es befindet sich hier eine Auswahl von 10 000 Bänden, die vor 1800 gedruckt und gemäß der originalen Anordnung auf den Regalen untergebracht worden sind. (Hier sind auch Raritäten aufbewahrt, die erst später in den Besitz der Bibliothek gelangten.) Der einzige Kodex ist ein Messbuch, der 1492 in einem Kloster bei Prag auf Pergament gefertigt wurde. Hier befinden sich weiterhin 36 Inkunabeln, von denen die älteste die 1473 in Augsburg gedruckte 'Historia scholastica', das Werk des Petrus Comestor ist. Ferner sind ca. 340 Antiqua-Bände aus den berühmtesten Druckereien des 16. Jahrhunderts. Die Bibliothek verfügt über 312 vor 1711 gedruckte alte ungarische Bücher, das wohl früheste, die 'Postille' von György Kulcsár stammt aus dem Jahre 1574.
Einige deutschsprachige Raritäten der Sammlung, die von besonderer Bedeutung sind: Die deutschsprachige Ausgabe der Weltchronik von Schedel (Nürnberg, 1493) (Hartmann Schedel: Das Buch der Chroniken, Nürnberg, 1493), die Neuen Zeitungen, die Prognosticons aus dem XVI. Jahrhundert, die zeitgenössischen mit Kupferstichen reich illustrierten Ausgaben der Werke von Athanas Kircher sowie ein Einblattdruck, ein Bericht über das Zurückkämpfen der Stadt Szeged von den Türken (Nürnberg, 1686).
Die Heimatkundliche Sammlung – vereinigt die gesamte lokale Plakat- und Kleindrucksammlung zur Unterstützung heimatkundlicher Forschungen.
Die Esperanto-Sammlung von 2100 Büchern und 127 Zeitschriften besteht seit 1960. (Hungarlanda Esperanto Muzeo kaj biblioteko).
Die Vasváry-Kollektion – die vollständigste Sammlung von Materialien über die in Amerika lebenden Ungarn; sie wurde von dem in Szeged geborenen und nach Amerika ausgewanderten Geistlichen, Ödön Vasváry angelegt und 1972 der Bibliothek übereignet.
Von den ältesten ungarischen Zeitungen bis zu den neuesten Zeitschriften kann man etwa 2000 Periodika in der vierten Etage finden, deren wertvollsten Teil die alten Szegeder Zeitungen bilden.
Die Nationalitätenbibliothek – die Sammlung der Bücher, die in den Muttersprachen von den nationalen Minderheiten in Südungarn ausgegeben wurde.
Die Geschichte und die Beschreibung der Sammlung von der Somogyi-Bibliothek wurden auch in der von Bernhard Fabia ausgegebenen Monographie über die Bibliotheken in Ungarn unter dem Titel Handbuch der historischen Buchbestände in Europa (Hildesheim, 1998) aufgenommen, deren digitale Version auch im Internet (http://134.76.163.162/fabian?Somogyi-Bibliothek) zu erreichen ist.
Könyvtártörténet
| Az "Alföld fővárosának" szellemi újjáépítését alapozta meg Somogyi Károly (1811-1888) esztergomi kanonok. | |
A gyűjtemény
| Vasváry-gyűjtemény
Vasváry Ödön református lelkész, az amerikai magyarság történetének kutatója, 1972. május 16-án Washingtonban kelt adománylevelében szülővárosa könyvtárára hagyta nagyértékű gyűjteményét. |